Biologieprojekt an der Mphe Thuto Primary School
durchgeführt von Aislinn Köppe, Juli bis August 2008


... because I want to know what happens inside my body!“ 

Wenn man diese Aussage nach soviel Zeit, die man in ein Projekt gesteckt hat hört, ist einem unweigerlich bewusst, warum man es getan hat und wozu es sich gelohnt hat. 

Ich ging nach Tsjaka, nach Namibia, mit der Aussicht ein Biologie-Projekt zu leiten, dessen Sinn es sein sollte, den Jugendlichen nahe zu bringen, welche Vorgänge im menschlichen Körper ablaufen, wie viele Knochen der menschliche Körper hat, wie viele Muskeln und warum es schließlich Gelenke sind, die Knochen verbinden, damit der Körper nicht steif ist.

Um dies anschaulich darstellen zu können, habe ich im Vorfeld Bastelhefte organisiert. Mit diesen Bastelheften kann man recht einfach das menschliche Skelett in frontaler Ansicht nachbilden. Um einen 3dimensionalen Körper vorzeigen zu können, konnte ich ein weiteres Pappskelett organisieren, das in jeder Hinsicht, dem menschlichen Original entspricht. Jeder Bewegungsablauf kann nachempfunden werden.

Mit diesen Modellen ausgerüstet und vom Verein Suni e.V. finanziert, reiste ich die knappen 10.000 km gen Süden. Bei diesem Vorhaben unterstützen, sollte mich ein Buch „Uncover Human Body“1. Dieses Buch erklärt jedes System, welches im menschlichen Körper auffindbar ist. Zu jedem System oder Vorgang kann man ein menschliches Modell in der Mitte des Buches betrachten, an dem die jeweiligen Systeme, also die entsprechenden beteiligten Organe in 3D gezeigt werden.

Für das Projekt erwiesen sich alle mitgebrachten Materialien als goldwert. Die Kinder waren sehr interessiert, wie viele Knochen und Muskeln denn nun im menschlichen Körper versteckt sind, es beschäftigte sie, wie denn nun Nahrung verdaut werden kann, es bereicherte sie, zu verstehen, wie ihr Körper funktioniert.

Zusätzlich zum theoretischen Lernstoff machte es ihnen unwahrscheinlich viel Spaß ihre Pappskelette zu basteln. Dafür habe ich sie in fünf Gruppen aufgeteilt, weil lediglich fünf Skelette vor Ort gebracht werden konnten. Für die Kinder war es sehr wertvoll, weil sie dadurch noch einmal anschauen konnten, dass sich im Unterarm tatsächlich zwei Knochen verbergen und nicht, wie sie einst vermuteten ein einziger. Da die Kinder kreativ und künstlerisch begabt sind, war es für sie eine schöne Verbindung im Unterricht theoriegeleitet zu lernen, aber praktisch durch Handarbeit veranschaulicht zu bekommen, wie ihr Körper aussieht und was sich im innern ihres Körpers abspielt.


Aislinn Köppe

(Erfahrungsbericht von Aislinn Köppe und anderen Praktikanten)