DAS PRAKTIKUM VORAUSSETZUNGEN INFOMATERIAL BEWERBUNG FAQ´s  









Christine Lechner
























Ilonka Scheuring





















heike Stilgenbauer









































 

 

 





Yvonne Jungbauer

































christel grundheber
















 

 

 

































































esel













































aislinn koppe





























anna boschütz















sarah monzel






















steffie liebig


























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Auszüge aus dem
Bewertungsbogen Sozialpraktikum an der Mphe Thuto Primary School
Welche Probleme, Erlebnisse und Erfahrungen beschreiben ehemalige Praktikanten


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Erfahrungsbericht von Christine Lechner
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School 2010

Mein Praktikum an der Mphe Thuto Primary School in Tsjaka

Ich verbrachte zwei schöne, oft anstrengende aber in jedem Fall erfahrungsreiche Monate in Tsjaka.Obwohl ich viele Vorinformation hatte, war ich erschrocken über die Bedingungen unter welchen die Kinder in Tsjaka leben müssen. Trotz dieser Umstände waren sie sehr freundlich und interessierten sich sehr für das Leben in Deutschland auch wenn sie sich, von ihrem Leben in Tsjaka abweichende Dinge nur schwer vorstellen können.

Der Unterricht am Rande der Kalahari hält häufig Überraschungen bereit und lebt von Improvisation. Alle Lehrer an der Schule sind sehr hilfsbereit, beantworteten geduldig meine unzähligen Fragen und unterstützten mich in meinen Projekten.
Ein großes Problem für einige Kinder ist sich konzentrieren zu können und sich auch noch nach ein paar Tagen an bereits behandelte Themen zu erinnern. Daher habe ich für langsamere Schüler sehr viel Förderunterricht durchgeführt. In den Fächern Englisch oder in Mathematik habe ich daher einzelne Schüler aus dem Unterricht herausgenommen und mit ihnen in Kleingruppen die im Unterricht aktuell behandelten Themen wiederholt bzw. vertieft. So war ein individuelleres Vorgehen, abgestimmt auf die Bedürfnisse der einzelnen Schüler möglich. Hierdurch bekamen auch Diese die Chance im Unterricht wieder Erfolge zu erzielen. Außerdem führte ich mit der 7. Klasse ein Projekt über den elektrischen Strom durch. Es wurden Stromkreise gebaut, die eine Birne zum Leuchten brachten.

Es war nicht immer einfach, aber ich habe sehr viel von den Menschen und den Kindern in Tsjaka lernen können. So spielen für sie ganz andere Dinge eine existentielle Rolle, genauso wie Sachen, die mir Probleme bereiteten, von den Einwohnern Tsjakas nicht als Solche betrachtet werden, da sie von Klein auf mit diesen leben müssen.
Wie schaffe ich es, dass der Esel des Donkeycarts stehen bleibt? Wie macht man Braai bei starken Windböen?

Christine Lechner
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Erfahrungsbericht von Ilonka Scheuring, Margetshöchheim
Praktikantin am Komeho Center Juli 2009

Tsjaka – wir schaffen das.

Als wir uns Ende Juli 2009 auf den Weg nach Namibia machten, wussten wir so gar nicht, was uns dort erwartet. Unser Ziel war es einerseits Yvonne, die damals Praktikantin an der Mphe Thuto School war zu besuchen, aber anderseits vor allem das Komeho Center durch unsere praktische Arbeit zu unterstützen. Doch schnell erkannten wir: die Uhren in Namibia ticken anders, als bei uns in Deutschland. Wir kamen aus unserem arbeitsreichen Leben und wollten kräftig anpacken um etwas zu bewegen. Die Menschen hießen uns willkommen und waren immer freundlich. An unserem ersten Arbeitstag erlebten wir auch gleich die erste, wohl typisch afrikanische Lebenseinstellung: pünktlich um 8:00 Uhr bereit für die Arbeit im Agriculture-Team, warteten wir erst einmal fast eine Stunde auf unsere „Kollegen“. Ähnliches widerfuhr uns bei den von uns angebotenen Computerkursen. Eigentlich schade, wir wollten doch einfach nur helfen. Doch das Arbeitstempo und die Mentalität der Namibianer, ist für uns Europäer in den wenigen Tagen kaum nachzuvollziehen. In unseren Augen zählt dies als „fehlende Einstellung und fehlender Wille“, es wird viel geredet und nicht unbedingt etwas getan. Und trotzdem ist es beeindruckend, wie glücklich und lebenslustig diese Menschen trotz ihrer Armut sind. Und sie zeigten uns: es geht auch einmal mit weniger Stress. In dieser Hinsicht haben wir viel gelernt und konnten in einigen ruhigen Stunden über diese Gelassenheit nachdenken und uns darauf besinnen. Einige schöne Momente durften wir mit den Kindern in Tsjaka verbringen, die neugierig aber trotzdem auch distanziert auf uns reagierten. Ein wirkliches Highlight war ein Ausflug auf die Löwenfarm mit den Kindern. Wer eine Fahrt auf der Rückbank eines Pick-ups mit 20 Kindern nicht erlebt hat, ist wohl nicht wirklich in Afrika gewesen.
Alles in allem war es eine tolle Erfahrung und wir durften ein Stück afrikanisches Leben erleben.


Ilonka Scheuring
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Erfahrungsbericht von Heike Stilgenbauer, Kirchheimbolanden
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School Februar bis April 2009

Sozialpraktikum an der Mphe Thuto Primary School –
Viele wertvolle, aber nicht nur positive Erfahrungen

Meine Reise nach Namibia begann am 11. Januar 2009. Natürlich hatte ich etwas Angst vor dem Unbekannten, aber ich war sicher, dass durch Toleranz und Offenheit viele Probleme und Differenzen zu bewältigen seien und die Erfahrungsberichte der vorhergehenden Praktikanten bestätigten mich darin.
Tatsächlich verbrachte ich drei sehr schöne Monate in Namibia und erlebte viele aufregende und neue Situationen. Dabei musste ich allerdings auch weniger schöne Momente erleben, die ich im Folgenden kurz erläutern möchte, um neben den vielen positiven Rückblicken auch andere Seiten Namibias darzustellen.

Während meines Aufenthalts bekam ich mit, wie 18-jährige Siebtklässler den kleinsten Schülern der Preprimary (ca. 4 - 5 Jahre alt) das Essen wegnahmen. Obwohl für alle genug da war. Von Nächstenliebe oder Mitgefühl konnte hier nicht die Rede sein. Auch meinen Besuch in einem staatlichen Krankenhaus, in das wir einen 6jährigen Jungen brachten, bei dem der Verdacht auf Tuberkulose bestand und dem es sehr schlecht ging, habe ich in eher schlechter Erinnerung. Der Junge musste über vier Stunden in einer Schlange vor dem Untersuchungsraum warten, keiner beachtete ihn, viele andere, ältere Patienten nutzten seine Hilflosigkeit sogar aus und drängelten sich vor. Der diensthabende Arzt schaute dem Jungen anschließend kaum in die Augen und redete auf Englisch mit ihm, obwohl der Junge die Sprache nicht verstand und der Arzt auch Afrikaans sprechen konnte. Die Krankenschwester, die ihn in die Klinik aufnehmen sollte, holte sich lieber erst noch einen Kaffee und ließ den Jungen noch länger warten. Dazu muss ich ergänzend erwähnen, dass alle Personen (Patienten, Ärzte und Schwestern) schwarz waren, das Problem lag also nicht an einer Diskriminierung durch Weiße. Dieses Erlebnis hat mich ungeheuer erschüttert, weil ich bis dahin der Meinung war, dass man sich besonders in armen Gegenden gegenseitig unterstützt und füreinander da ist. Stattdessen ist dort wohl jeder sich selbst der nächste und die Gefühle und Schicksale anderer geraten in den Hintergrund.

Diese Respektlosigkeit sieht man jedoch erst beim näheren Hinschauen. Auf den ersten Blick scheinen die Menschen sehr freundlich, ja geradezu überschwänglich. Auch Dankbarkeit ist eine Emotion die von den Menschen dort nicht so verstanden wird, wie in unseren westlichen Kulturkreisen. Z.B. sind die Kinder natürlich froh darüber, wenn man etwas mit ihnen unternimmt und etwas Abwechslung in ihren Alltag bringt. Sie werden vielleicht sogar „Danke“ sagen, denn das hat man ihnen beigebracht. Das entsprechende Gefühl dazu fehlt jedoch oftmals, stattdessen werden die Erwartungen höher, die Kinder beginnen Sachen einzufordern, sehen Gaben oder besondere Aktivitäten zunehmend als Selbstverständlichkeiten der weißen Besucher an.


Leider ist dies auch in der Schule zu spüren. Respekt ist ein Wort ohne Bedeutung. Die Lehrer predigen Tag für Tag wie wichtig Respekt ist, leben es aber nicht vor. Was sie von den Kindern verlangen ist Gehorsam, nicht Respekt. Keiner lebt den Kindern einen respektvollen Umgang miteinander vor, sie erleben Gewalt zu Hause und in der Schule, niemand gibt ihnen das Gefühl wertvoll zu sein. Dementsprechend verhalten sich die Kinder, sie schlagen, lügen, klauen.

Dieser Bericht soll nicht nur negativ sein, ich habe viele schöne und wichtige Erfahrungen gesammelt, die ich nicht mehr missen möchte.
Das Arbeiten mit den Kindern hat viel Spaß gemacht, das Land ist herrlich und ich würde mich jederzeit wieder für das Praktikum entscheiden. Aber ich möchte neben den vielen positiven Erfahrungsberichten, die ich nicht als falsch darstellen möchte, die andere, die nicht so schöne Seite zeigen. Denn das Praktikum ist nicht einfach, man wird viele schöne, aber auch viele weniger schöne Erfahrungen machen. Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man die Reise antritt.

Heike Stilgenbauer

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Erfahrungsbericht von Yvonne Yungbauer, Margetshöchheim
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School Juni bis September 2009

„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten die viele kleine Schritte tun können das Gesicht der Welt verändern.“ (afrikanisches Sprichwort)

Dies war mein Motto, bevor ich mich auf den Weg, in das für mich fremde Afrika machte.
Nach einem Tag im Kreise der liebenswerten Familie Genis kam ich in Tsjaka an. Dort wurde ich herzlich von den Kindern empfangen. Alle kamen auf mich losgestürmt, wollten mich anlangen und schauten mir erwartungsvoll in die Augen. Da war das erste Problem: wie kann ich allen 400 Kindern gerecht werden?

Nach den ersten Tagen des Unterrichtens in den Klassen 5 bis 7 wurde ich nach einigen Diskussionen über Verhaltensregeln, Respekt etc. als Lehrerin akzeptiert und auch geschätzt. Dennoch war das Unterrichten in den Klassen alles andere als einfach: viele Schüler besitzen keine Stifte, kauen vor Hunger den ganzen Vormittag Papierchen oder werden aus dem Unterricht gerufen, um Wasser zu holen. Ich hatte das Glück an ein anderes Wasserpumpensystem angeschlossen zu sein, doch für die Kinder ist es Alltag dass sie fünf Tage die Woche kein fließendes Wasser haben. Vor allem der Mathematikunterricht, in dem ich in Klasse 6 und 7 ein Mathematikprojekt (geometrische Figuren und Körper) durchgeführt habe hat viel Spaß gemacht. Aber auch die Fächer Kunst, English Reading und Sport waren eine tolle Erfahrung. Leider ist vor allem in der fünften Klasse das Englisch der Kinder teilweise sehr schlecht, wodurch einige Kinder einfach nichts lernen können. Auch das Lesen stellt sich als ein Riesenproblem dar, auf welches unbedingt mehr Wert gelegt werden muss; und eigentlich Aufgabe der Schule ist.
An manchen Nachmittagen und vor allem an den Wochenenden habe ich den Kindern verschiedene Aktivitäten angeboten: DVD-Nachmittag, Lesewettbewerb, Sport, gesundes Frühstük. Seitens der Lehrer bekam ich Unterstützung von Mr. Malumani, dem Betreuungslehrer der Praktikanten. Er war ein guter Ansprechpartner und hat mir oft geholfen.
Auch wenn es sicherlich nicht immer einfach war und es für mich schwierig war die Kultur, die Unterrichtsmethoden, das Verhalten, die Armut und die Traditionen der namibianischen Völker zu verstehen, so habe ich es genossen die strahlenden und dankbaren Augen der Kinder zu sehen, ein freundliches Lächeln, eine nette Geste oder ein liebes Wort zu erhalten. Die Zeit werde ich nie vergessen!
Ich hoffe und denke, dass ich in Tsjaka ein paar, wenn auch nur winzige, Schritte getan habe und dem ein oder anderen Kind Abwechslung, Hoffnung und Freude geschenkt habe.

Yvonne Jungbauer

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Erfahrungsbericht von Christel Grundheber, Namibia
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School April bis Juni 2009

Ein Schul- und Arbeitspraktikum in Namibia

Aufgrund der positiven Erfahrungen die ich im letzen Jahr bei meinem Schulpraktikum in Namibia gesammelt hatte, entschloss ich mich dieses Jahr noch einmal dorthin zurück zu kehren.
Als ich in Tjaka bin erfahre ich dort, dass gerade der letzte Schultag ist und die Kinder jetzt erst mal Ferien haben. Da die Häuser des Hester und Louis Genis Hostels von innen vor allem auf der Jungenseite in einem sehr schlechten Zustand sind
(der Geruch ist schon grenzwertig) beschließe ich, nach Rücksprache mit Suni e.V. das Hostel zu streichen und zu desinfizieren. Nach Rücksprache mit der Schul- und Heimleitung , die mir eine Gruppe von Freiwilligen aus dem Dorf zu Verfügung stellen und der finanziellen Unterstützung durch eine Geldspende der Gemeinde Igel mache ich mich an die Arbeit.

Zuerst räumen wir alle 3 Häuser aus und desinfizieren die Wände und Böden.
Dann werden die Häuser von innen neu angestrichen. In 3 Bottichen waschen wir die Schaumstoffmatratzen der Kinder mit Händen und Füssen und dank des starken Waschpulvers und fleißigen Füßen werden sie wirklich wieder sauber und über dem Zaun getrocknet. Inzwischen sind die Kinder zurückgekehrt und ich unterrichte in Klasse 5, 6, 7 in Kunst. Wir machen ein Projekt über das alte Ägypten bei dem die Kinder gleichzeitig etwas Geographie, Mathematik und Geschichte lernen. Die Kinder sind wie auch schon letztes Jahr ungeheuer lernwillig und es macht sehr viel Spaß mit Ihnen zu arbeiten. Bis zum letzten Tag arbeiten wir parallel dazu noch am Heim und es gelingt uns noch die 3 Doppelhäuser von außen zu streichen.

Mein Fazit für dieses Jahr aus dem Erlebten, es tut sich etwas, indem Sinne, dass die Leute aus dem Dorf begriffen haben, dass sie für ihre Kinder etwas tun müssen (Freiwilligengruppe). Das nur durch gemeinsames Handeln zwischen dem Dorf , der Schule und dem örtlichen Entwicklungscenter eine Verbesserung der jetzigen Zustände zu erreichen ist. Und, was mir sehr wichtig war, klarzumachen das Entwicklungshilfe von außen nur in Zusammenarbeit mit Einheimischen vor Ort erfolgreich sein kann.
Namibia geht in der Zukunft schweren Zeiten entgegen, die offizielle HIV Rate von
ca 20 % ist viel zu niedrig geschätzt, und bereits jetzt sterben auch in Tjaka immer mehr
Menschen an den Folgen. Zurück bleiben die Kinder und die Älteren.
Trotzdem ist die Lebensfreude vor allem der Kinder ungebrochen.


Christel Grundheber
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Erfahrungsbericht von Fabien Olsem, Luxemburg
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School Februar bis April 2009

Praktikum in Namibia

Am 15. Februar ist mein Flugzeug in Richtung Namibia gestartet. Der Empfang war herzlich, auch wenn man den Kindern anmerkte, dass es bis dato keinen männlichen Praktikanten gab. Tags darauf habe ich mir in der Schule meinen Stundenplan zusammengestellt und wurde einigen Lehrern und den Kindern vorgestellt. Insgesamt hat mir das Praktikum sehr viel Spaß gemacht, denn man erlebt mit Kindern immer ganz spezielle Sachen. Jedoch sollte einem klar sein, dass die Kinder manchmal nichts zu essen haben. Sie werden zum Beispiel aus dem Unterricht gerufen, weil sie um 12 Uhr das erste Mal am Tag etwas zu essen bekommen. Weiterhin gibt es sehr viele Probleme an der Schule und auch im Hostel, denn beide sind überfüllt. Die Disziplin und der Respekt der Kinder ist nicht sehr groß und man muss jedes Mal für ein „Bitte“ und „Danke“ nachfragen.Die Kinder sind an sich nett und lieb, aber haben keine hohe Lernmotivation. Die Kinder werden als Erziehungsmaßnahme an der Schule körperlich bestraft. Oft hören sie vielleicht deshalb nicht auf Erklärungen und Verbesserungen der Freiwilligen. Hinzu kommt, dass die Kommunikation unter den Lehrern und den Praktikanten nicht besonders gut ist, denn manchmal fällt eine Stunde aus, aber den Freiwilligen wird nicht bescheid gesagt. Im Hostel herrscht Platzmangel und auch Essensmangel, was sich auch auf die Gemüter der Kinder überträgt. Nachmittags kann man nur wenig mit den Kindern machen, da Studienzeiten eingeführt wurden und die Kinder am Nachmittag und am Abend in der Schule sind.

Die Erfahrungen die ich mit zurückgebracht habe, sind überwältigend und ich bin sehr froh, dass ich das Praktikum gemacht habe. Denn trotz aller Probleme auf die man trifft, sieht man sehr oft in die glücklichen Gesichter der Kinder, wenn man ihnen Aufmerksamkeit schenkt und in die traurigen Gesichter, wenn man sich verabschiedet.
Ich wünsche allen Nachfolgern sehr viel Spaß und versucht soviel wie möglich mit den Kindern zu unternehmen, denn diese Erinnerungen wird euch niemand nehmen. Auch ich werde wohl noch einmal den Weg nach Tsjaka antreten, aber ich weiß noch nicht wann.

Nehmt euch die Regeln zu Herzen bevor ihr hin fahrt!

Fabien Olsem

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Erfahrungsbericht von Christel Grundheber, Trier
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School September 2008

Ein Schulpraktikum in Namibia

Durch meine nebenberufliche Tätigkeit als Künstlerin kam ich über das Projekt „Kunst für Bildung“ in Kontakt mit Barbara Scharfbillig, der Organisatorin des Projektes und zuständigen Organisatorin für die Vermittlung von Praktikanten an die Mphe Thuto Primary School in Namibia. Ich entschloss mich meine Zeit dieses Jahr an der Schule mit den Kindern zu verbringen.

Ursprünglich war geplant, dass die Praktikanten im Comeho Development Center wohnen, einem Entwicklungshilfecenter nach europäischem Standard, welches ca. 5 Minuten vom Internat entfernt liegt. Da das Center voll belegt war, wurde ich im Hester und Louis Genis Internat untergebracht. Dies hieß für mich: Leben wie die Kinder!
Morgens um 5 Uhr wach, oft kein Wasser, zusammen singen und einfach nur da sein. Nach 1 Woche wurde mir dann angeboten ins Center zu wechseln. Ich lehnte das jedoch ab, da mir der direkte Kontakt zu den Kindern wichtiger und lieber war.

Alle Praktikanten unterrichten, was im Bereich ihrer Fähigkeiten liegt, in meinem Fall Kunst. Ich hatte aus Deutschland Farbkästen, Pinsel und gesponserte Blei- und Buntmalstifte von Faber Castell mitgebracht, welche mit Begeisterung angenommen wurden. Über die Gemeinde initiiere ich einen Deutsch-Kurs für Erwachsene, und konnte hierfür Walter, einen Afrikaner, der 5 Jahre in Deutschland gelebt hat, als Partner gewinnen, der den Kurs auch weiterführen wird, wenn keine Praktikanten da sind.
Zwischendurch mussten die Schule und das Internat für 1 Woche geschlossen werden, da die Regierung die Stromrechnung nicht bezahlt hat und Nampower den Strom abstellte. Ohne Strom aber kann kein Wasser gepumpt werden, ohne Wasser kein Essen für die Kinder, da der Maisbrei mit Wasser angerührt wird. Also wurden die Kinder nach Hause geschickt.

Auf jeden Fall werde ich nächstes Jahr wieder dorthin gehen und hoffe auf Unterstützung durch meinen Arbeitgeber.

Christel Grundheber


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Erfahrungsbericht von Carolyn Sarnes und Doris Hamp
Praktikantin an des Hester und Louis Genis Hostels Oktober 2008

Viele Erlebnissen und Eindrücken

Im Hester und Louis Genis Hostel, was wir durch unseren freiwilligen Einsatz unterstützen wollten, konnten wir uns sehr gut arrangieren mit den dortigen vier Mitarbeitern, ebenso mit Miss Mabung, Monika Bohitile, sowie den anderen Lehrern. Auch die Eingliederung und Akzeptanz bei der Gemeinde von Tsjaka erfolgte recht schnell. In Gabriel Hangara, seiner Frau und Grace haben wir Freunde und auch jederzeitige Hilfe und Entgegenkommen gefunden. Von Hester und Louis wurden wir sehr liebevoll betreut.

Ein großes Problem war die Wassernot! Für den Hostelbetrieb fast unvorstellbar. Ein weiteres Problem: der Hunger der Kinder und dann die einseitige Nahrung.
Dank der Klinikstiftung konnten die Kinder, die Kranken im Ort und die Buschklinik reichlich mit Medikamenten und Vitaminpräparaten versorgt werden. Gleich am 2. Tag nach unserer Ankunft sind die Windpocken ausgebrochen. Pflege war in der folgenden Zeit jeden Tag angesagt.
Mit den Geldspenden der Klinik und Freunden konnten wir für 12 Kinder den Schul- und Hostelaufenthalt für das Jahr 2009 finanzieren. Wir selbst haben 2 Mädchen und einen Jungen als Patenkinder. Des Weiteren haben wir noch 3 Esel gekauft, zwei hiervon für den Donkiecar, damit die Kinder nicht immer die schweren Wasserkübel und das Holz schleppen müssen. Einer davon ist für den Suppentopf vorgesehen, so ist dann wenigstens mal wieder ein wenig Abwechslung beim Essen.

Die Arbeit mit den Kindern machte uns sehr viel Freude, waren sie doch auch so begeistert von der weissen Haut und den weichen Haaren. Alles wurde betastet und begutachtet. Diese vier Wochen waren für uns beide eine ganz andere Lebenserfahrung; was wir erlebt haben bleibt unvergesslich.

Carolyn Sarnes und Doris Hamp

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Erfahrungsbericht von Kristin Schneider, Schweich
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School Juli-August 2008

Die Wahrheit steckt in der Einfachheit

Es geht nicht darum ein Land mit seinen Augen, sondern mit dem Herzen zu sehen und zu spüren.

Dies habe ich besonders nach der Zeit in Tsjaka gespürt, als ich eine Tour in die Namib Wüste gemacht habe. Unwohl, wie ein Tourist habe ich mich dabei gefühlt.
Mir fehlte es mit den Menschen zu leben, sie Tag für Tag ein Stück weit mehr zu erfahren. Ein unglaublich großes Herz besitzen sie, nehmen dich auf, als wärst du einer von ihnen. Offen, unvoreingenommen, aus vollem Herzen sollte man auf die Menschen zugehen, sich auf sie einlassen.
Auch wenn es Tage gab, an denen es manchmal sehr nervenaufreibend war, lohnt es sich auf jeden Fall zu kämpfen, alles zu geben, denn man bekommt irgendwann alles und noch viel mehr von den Kindern zurück.

VVieles habe ich von den Kindern, den Dorfbewohnern, der Schule aber auch von Louis und Hester Genis gelernt, was mich immer noch und wohl mein ganzes Leben lang prägen wird. Es geht darum „Den Menschen zu sehen.“
Gewachsen bin ich, Selbstbewusster geworden, schätze die Dinge ganz anders, sehe die Dinge aus einem anderen Blickwinkel. Die Menschen dort unten besitzen wenig an Materiellem, doch so viel an Nächstenliebe.
Bei Familie Genis habe ich mich stets sehr wohl gefühlt, sie sorgen für dich, als wären es deine Eltern.

Dankbarkeit prägt mich auch jetzt noch, und ein Teil meines Herzens wird wohl mein Leben lang in diesem kleinen Ort, wo Zeit keine Rolle spielt, verweilen.

Kristin Schneider

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Erfahrungsbericht von Aislinn Köppe, Kiel
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School Juli-August 2008 (Biologie-Projekt)


„And one day, I´ll return…”

Es waren die schönsten vier Wochen überhaupt, aber es waren auch die kürzesten. Auch wenn die Vormittage in Namibia zunächst endlos erscheinen, so ist der Tag ruck zuck wieder vorbei.

Man trifft hier auf eine kleine, feine Welt, in der die Uhren anders ticken. Aber genau das macht diese Zeit, dieses Erlebnis einzigartig, hoffentlich niemals einmalig. Es ist nicht nur die Zeit, die hier besonders ist, es sind vor allem die Menschen. Es ist der „Way of life“ der einem auf der Straße, unterwegs entgegen schlägt, es ist die respektvolle Haltung jedes einzelnen gegenüber dem anderen. Eine soziale Ader, die in der schnellen westlichen Welt verloren gegangen zu sein scheint. Während in Namibia jeder Zeit für ein Lächeln findet, jeder jedem ein wenig Zeit und Aufmerksamkeit schenkt, durch ein „Hello, how are you?“.
Ich habe mich selten so wohl gefühlt und so empfangen gefühlt. Die Menschen sind viel offener und freundlicher. Es ist schön als ein Mitglied dieser Gemeinschaft dort zu leben und nicht einfach nur Gast zu sein. Doch man muss natürlich selber etwas dazu tun, um ein Freund zu werden.

Die Kinder in Namibia haben vielleicht nicht viel, aber sie schaffen es aus ein wenig, das sie haben, viel mehr zu machen. Sei es einfach Lebensfreude durch Zusammensein und Lachen, sei es der eigene Wille, es besser zu machen und kreativ zu sein. Dadurch, dass man viel draußen sein kann, dass man viel zusammen sein kann, ist es leicht, die Kinder für so einfache Sachen wie lesen zu begeistern.
Es waren die schönsten Nachmittage, wenn wir einfach die Musikanlage aufgestellt haben, die Bibliothek voller Kinder war und diese sich einen Platz zum Lesen oder Malen gesucht haben. Es war der schönste Dank, wenn sie am nächsten Tag von alleine wieder kamen und nach einem Buch oder einem Stück Papier gefragt haben... 

Und auf die Frage, ob ich es wieder tun würde, gibt es nur eine Antwort: JA!

Aislinn Köppe

(Bericht über das von Aislinn Köppe betreute Biologie-Projekt)

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Erfahrungsbericht von Anna Boschütz, Dresden
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School Februar-Mai 2008


Meine Zeit an der Mphe Thuto Primary School

Meine Zeit an der Mphe Thuto Primary School in Tjaka war eines der besten Erlebnisse meines Lebens. Natürlich war es nicht immer leicht, aber trotzdem hatte ich sehr viel Spass mit den Kindern. Die Kultur und vor allem die Menschen auf eine andere Art und Weise kennenzulernen, ist ein schönes Erlebnis. Diese Möglichkeit hätte man in einem normalen Afrikaurlaub nicht. Ich würde das Praktikum jedem empfehlen, da man auf der einen Seite den Kindern sehr hilft, aber auch selbst viele prägende Erlebnisse für sein Leben sammelt.
Jedoch muss ich sagen, dass man sehr selbstständig arbeiten muss und keine Hilfe von anderen erwarten sollte. Viele eigenstaendige Ideen und eigenes Material ist auch sehr wichtig, damit man schöne Sachen mit den Kindern basteln kann. Sarah (eine andere Praktikantin) und ich haben eigentlich den ganzen Tag mit den Kindern verbracht. Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg zur Schule um Kunst und Sport zu unterrichten oder auch Stunden der fehlenden Lehrer zu übernehmen. Nachmittags begannen wir mit unseren Aktivitäten für die Kinder, wie zum Beispiel Fussball, Tanzen, Basteln, Freundschaftsbänder knüpfen und mit einer Movienight. Danach spielten wir dann noch mit den Kindern Memory oder andere Spiele vor unserem Haus.

Anna Boschütz

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Erfahrungsbericht von Sarah Monzel, Tangstedt
Praktikantin an der Mphe Thuto Primary School März-April 2008


Etwas weitergeben wollte ich

Etwas weitergeben wollte ich. Geborgenheit und Liebe, die ich in meinem bisherigem Leben von meiner Familie und Freunden erfahren habe.

Mein Glück, soweit es mir möglich ist, teilen, denn ich weiss, dass nichts von dem für mich so Alltäglichem in dieser Welt als selbstverständlich zu betrachten ist.

Nicht, wenn man keine Eltern hat. Nicht, wenn man kein Zuhause hat.
Nicht, wenn man ganz alleine ist.
Einen besseren Weg als mein Aufenthalt an der Mphe Thuto School hätte es in meinem Fall nicht gegeben. Es ist weitaus mehr als ein gewöhnliches Praktikum an einer Schule.

Sobald die Kinder Vertrauen in einen gefasst haben und spüren, dass jemand für sie da ist, ihnen Aufmerksamkeit schenkt und zuhört, hat man eine andere Ebene erreicht.
Ich bin nicht länger Betrachter, sondern Teil ihres Lebens.
Und ich kann helfen. Denn wie sollte ein Kind auch jemals später Unterstützung, Kraft und Glaube weiterspenden können, wenn es diese selber nie erleben durfte.
Ich denke, jeder der etwas in der Welt bewegen möchte ist an einer Schule, wie der Mphe Thuto Primary School richtig.
Denn wenn ich nun in die lachenden Gesichter der Kinder blicke, gibt es nichts, was mich in diesem Moment mehr erfüllen könnte.
Und wenn dann eines der kleinen Kinder nach meiner Hand greift, mich fordernd nach unten zieht, fest die Arme um mich schlingt und mir einen Kuss auf die Wange drückt weiss ich, dass ich an diese Zeit immer wieder zurückdenken werde.

Die Kinder haben mir die Zeit unvergesslich gemacht.

Sarah Monzel

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Erfahrungsbericht von Steffie Liebig, Trier
Praktikantin der Mphe Thuto Primary School im März 2008


„Und, meinst du jetzt, das hat was gebracht, dass du da warst?“

Eine einfache und so oft (von mir selbst und anderen) gestellte Frage, auf die es keine leichte Antwort gibt. Keine leichte, aber eine eindeutige.

In Tjaka habe ich eine ganz andere Welt kennengelernt. Ich durfte am Leben der Menschen teilhaben, das natürlich von Armut, aber auch von einer eigenen Mentalität, von anderen Wertvorstellungen geprägt ist, an die man sich gewöhnen und auf die man sich einlassen muss.
Das machte dann auch das Unterrichten an der Mphe Thuto manchmal zu einer kleinen Herausforderung. Das Wichtigste für mich war dabei, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass sie etwas gut gemacht haben. Lob und Anerkennung, gegenseitiger Respekt und Mitgefühl kommen in ihrem Alltag leider oft zu kurz. Am schönsten war die gemeinsame Freizeit mit den Schülern, das Tanzen und Fußball spielen. Es tat gut zu sehen, dass man sie so zumindest ein wenig von ihrem Alltag ablenken und ihnen das Gefühl geben konnte, dass sich jemand um sie kümmert. Auf der anderen Seite habe ich dann das Farmleben kennengelernt, das die großen sozialen Unterschiede im Land deutlich macht. Die Familie Genis hat uns an den Wochenenden aufgenommen und sehr liebevoll für uns gesorgt. Es lohnt sich aber auch, im Anschluss an das Praktikum zu reisen und mehr von dem Land zu sehen, auch wenn es dann komisch ist, auf einmal auf der Seite der Touristen zu stehen. Namibia ist ein Land voller Gegensätze, das haben mir die wenigen Wochen, die ich dort war, gezeigt. Meine Zeit an der Mphe Thuto war eine einmalige Gelegenheit, unterschiedliche Menschen kennenzulernen und die namibische Gesellschaft und ihre Probleme besser zu verstehen.

Wenn man bereit ist, die Augen für kleine Veränderungen zu öffnen und auf andere Menschen zu- und einzugehen, gibt es keine leichte,
aber eine eindeutige Antwort:
Ja, es hat was gebracht.

Steffie Liebig

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Erfahrungsbericht von Heidi Buff, Bonn
Praktikantin der Mphe Thuto Primary School im Juli 2007


Abenteuer Namibia

Ungefähr zwei Wochen vorher habe ich mich recht spontan dazu entschieden nach Namibia zu fliegen, denn ich habe ein Abenteuer gesucht und gefunden! Barbara Scharfbillig hat mich vor Abflug sehr gut auf alles vorbereitet und nachdem ich sie mit allen wichtigen Fragen gelöchert hatte ;-), konnte es dann auch schon losgehen.

In Namibia selbst trifft man auf eine völlig andere, sehr schöne Welt. Das Farmerehepaar Genis kümmert sich sehr engagiert um die Praktikanten und man kann die Wochenenden auf ihrer Farm verbringen.
Doch der Mittelpunkt der ganzen Reise ist natürlich die kleine Schule in Tjaka. Die Lehrer und Kinder haben mich sehr herzlich aufgenommen und ich konnte sofort mit dem Unterrichten beginnen. Am Anfang hatte ich ein paar Zweifel, ob ich das wohl hinbekommen würde. Doch es stimmt wirklich, dass man bei Weitem viel mehr lernt, wenn man etwas wirklich tut, anstatt hunderte von Büchern darüber zu lesen. Außerdem freuen sich die Schüler sehr, wenn sie neue Menschen und auch etwas über ein anderes Land kennen lernen.

Das Schönste an meiner Reise war die Zeit, die ich mit den Kindern verbringen konnte. Sie sind unglaublich offen und fröhlich, so dass ich aus diesem Grund immer wieder hinfahren würde.

Wer neue Menschen und Kulturen und auch sich selbst ein bisschen besser kennen lernen möchte, für den ist Namibia mit Sicherheit die richtige Wahl.

Heidi Buff